Das GrünGürtel-Tier fährt mit

Frankfurt ist beim ‚Stadtradeln 2021‘ wieder dabei

(ffm) Auch in diesem Jahr heißt es von Donnerstag, 3. Juni, an wieder: Radeln fürs Klima. Die Stadt Frankfurt am Main beteiligt sich wieder an der internationalen Klima-Bündnis-Kampagne „Stadtradeln“. Ziel ist es, im Zeitraum von 21 Tagen das Auto stehen zu lassen und so viele Kilometer wie möglich mit dem Rad zurückzulegen, um klimaschädliches CO2 zu vermeiden. Die Bewegung an der frischen Luft fördert die Gesundheit – daher ist das Radfahren gerade in der aktuellen Situation besonders wertvoll. Natürlich müssen die geltenden Corona-Regeln eingehalten werden.

Der Aktionszeitraum 2021 für Frankfurt am Main beginnt am Donnerstag, 3. Juni, dem Welt-Fahrradtag, und endet am Mittwoch, 23. Juni. Mitmachen können alle, die in Frankfurt leben, arbeiten, zur Schule gehen oder studieren. Anmelden können sich interessierte Radlerinnen und Radler unter http://www.stadtradeln.de im Internet.

Beim „Stadtradeln“ geht es vor allem darum, Spaß zu haben, das Glück auf zwei Rädern selbst zu erfahren und viele Menschen für den Umstieg auf das Fahrrad im Alltag zu begeistern. So können alle einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und etwas für die eigene Gesundheit tun.

Das neue Kampagnenvideo zum „Stadtradeln“ in Frankfurt soll allen Teilnehmenden noch mehr Spaß am Fahrradfahren machen: Es zeigt auf humorvolle Weise, warum das Fahrrad gegenüber dem Auto die deutlich bessere Wahl ist. Das Video kann unter http://www.frankfurt-greencity.de angesehen werden.

Nach Abschluss der Kampagne werden wieder die verschiedenen Gewinnerkategorien prämiert. Auch das GrünGürtel-Tier ist anlässlich des 30-jährigen Bestehens des GrünGürtels mit von der Partie und lässt sich nicht lumpen: 30 zusätzliche Sonderpreise werden unter allen Teilnehmenden verlost – darunter als Hauptgewinn ein GrünGürtel-Tier von Steiff: Ein weiterer Ansporn für die Teilnahme an der Kampagne 2021.

Da Radförderung und Klimaschutz Teamsache ist, müssen sich die Radelnden beim „Stadtradeln“ auf der Plattform in Teams von mindestens zwei Personen zusammenschließen. Dies können zum Beispiel Menschen aus einem Stadtteil sein, Mannschaften von Firmen, Vereinen oder auch Schulklassen. Die Person, die ein neues Team gründet, ist automatisch Teamkapitänin oder Teamkapitän und sorgt für gute Stimmung und Motivation. Radelnde können innerhalb ihrer Teams weitere Unterteams gründen und den Wettbewerb so noch spannender gestalten. Erstmals können Teamkapitäninnen und -kapitäne ihr Team auch einer bestimmten Kategorie zuordnen.

Laut Erhebung des Umweltbundesamtes entstanden 2018 etwa 166 Millionen Tonnen der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland durch den motorisierten Verkehr. 22 Prozent davon entfielen auf den innerörtlichen Pkw-Verkehr. Wenn ein Fünftel dieser Strecken mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würde, ließen sich etwa 7,6 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Im letzten Jahr wurden während der drei Wochen „Stadtradeln“ 86 Tonnen CO2 in Frankfurt vermieden.

Während des Kampagnenzeitraums und auch darüber hinaus bietet Frankfurt allen Bürgerinnen und Bürgern die Meldeplattform Radverkehr des Radfahrbüros an. Mit diesem Tool haben Radelnde die Möglichkeit, via Internet auf störende und gefährliche Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam zu machen.

Da für den Radverkehr kaum räumliche Verkehrsdaten vorliegen, sammelt das Forschungsprojekt MOVEBIS im Rahmen der Kampagne Daten zum Radverkehr und stellt diese für alle hessischen Teilnehmerkommunen zur Verfügung. Diese Informationen können die Planung und den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur vor Ort unterstützen. Über die „Stadtradeln“-App werden die Daten während des Aktionszeitraums erhoben.

Im Rahmen von Frankfurt Green City organisiert das Umweltamt die Kampagne für die Stadt Frankfurt.

Bei Fragen steht das Umwelttelefon unter 069/212-39100 zur Verfügung, E-Mail-Kontakt an green.city@stadt-frankfurt.de ist ebenfalls möglich. Weitere Informationen gibt es unter https://frankfurt-greencity.de/stadtradeln/ im Internet.

Kontinuität bei der Frankfurter Berufsfeuerwehr

Langjähriger Leiter der Branddirektion Reinhard Ries tritt erst im nächsten Jahr in den Ruhestand

(kus) „Die Weiterbeschäftigung von Diplomingenieur Reinhard Ries über seine Altersgrenze hinaus bis zum März 2018 liegt im hohen Interesse der Stadt Frankfurt“, sagte der Feuerwehrdezernent, Stadtrat Markus Frank, anlässlich der Beschlussfassung im Magistrat. „Mit diesem Beschluss setzen wir angesichts der großen Herausforderungen an die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr in unserer Metropole auf Kontinuität.“

Ries steht seit 24 Jahren an der Spitze der Frankfurter Feuerwehr und leitet mit großer Kompetenz und persönlichem Engagement die Branddirektion unserer Stadt. Nur 22 Tage blieben nach seinem Dienstantritt im Februar 1993 dem studierten Architekten und Branddirektor für die Einarbeitung bis zum ersten Großeinsatz, der die Bevölkerung, die Politik und Feuerwehr noch lange beschäftigte. Bei dem damaligen Chemieunfall am Rosenmontag in den Frankfurter Hoechst-Werken waren zehn Tonnen Ortho-Nitroanisol ausgetreten und über Schwanheim und Goldstein als „gelber Regen“ nieder gegangen. Er meisterte die seinerzeitige kritische Situation gemeinsam mit den Einsatzkräften souverän und konnte Schlimmeres abwenden.

Der Feuerwehrchef verlieh der Frankfurter Feuerwehr seine eigene unverkennbare Handschrift. Er reformierte die Frankfurter Feuerwehr in ihrer inneren Organisationstruktur und unterteilte streng nach Gefahrenabwehr und Infrastruktur. Aus einsatztaktischen Gründen lag sein besonderes Augenmerk auf der Zusammensetzung der Staffelbesatzungen. Unter Reinhard Ries wurde die Neuausrichtung der Einsatztaktik und die damit verbundene dezentrale Neugliederung der Berufsfeuerwehr Frankfurt – weg von dem bisherigen Löschzug, hin zu einem sogenannten Staffelkonzept – auf den Weg gebracht. Der Wechsel von sieben auf zwölf Standorte hat die Zugriffszeit der ersten Einheit erheblich verkürzt und maßgeblich dazu beigetragen, Menschenleben zu retten und Gesundheit und Sachwerte zu schützen. Folgerichtig wurde unter seiner Leitung auch die Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum – Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH (BKRZ GmbH) gegründet, um nach effizienten und wirtschaftlichen Methoden die Standorte der Feuer- und Rettungswachen zu erneuern.

Er setzte sich ganz besonders auch für die Stärkung des Ehrenamtes bei den Freiwilligen Feuerwehren und den Hilfsorganisationen als unverzichtbare Sondereinheiten des Katstrophenschutzes ein. Professor Ries ist ein international gefragter Experte sowohl als Dozent, als auch durch Vorsitz und Mitarbeit in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und Fachverbänden des Brand- und Katastrophenschutzes und der Gefahrenabwehr.

„Ich bin mir sicher, dass Reinhard Ries die gegenwärtigen Herausforderungen und entscheidenden Weichenstellungen für die Zukunft der Frankfurter Branddirektion, insbesondere bei der derzeitigen Umstellung von Analog- auf Digitalfunk, die weitreichende Konsequenzen für die Organisation, Ausstattung und Arbeitsweise unserer Zentralen Leitstelle hat, mit seinem Wissens- und Erfahrungsschatz hervorragend meistern wird. Am Ende seiner Dienstzeitverlängerung wird er ein gut bestelltes Haus übergeben. Der Frankfurter Bevölkerung wird mit der ausgezeichnet aufgestellten Frankfurter Feuerwehr ein existenzielles Stück Sicherheit verliehen und erhalten bleiben“, konstatierte der Feuerwehrdezernent und beglückwünschte seinen Feuerwehrchef zu dessen Dienstzeitverlängerung.