Stadtpolizei untersagt illegale Nutzung im Landschaftsschutzgebiet

(ffm) Es häufen sich die Beschwerden auf illegale Nutzung des Landschaftsschutzgebietes Sossenheim/Nied, direkt an der Nidda. Von starker Vermüllung, Partys von Jugendlichen, Lärm, unzulässigem Baden in der Nidda und dem Befahren mit Autos in diesem Areal ist die Rede. Grund genug für die Stadtpolizei des Ordnungsamtes, noch genauer hinzuschauen. Bereits in den letzten Wochen wurde dieses Areal in das Beobachtungsspektrum der Stadtpolizei eingebunden. Speziell an den Wochenenden konnten die Beschwerden zumindest teilweise bestätigt werden. Neben einer starken Vermüllung wurden auch Feuerstätten vorgefunden.

Am Wochenende vom 8. und 9. August wurde dieser Bereich durch die Stadtpolizei verstärkt bestreift. Von Freitag bis Sonntag wurden hier zu unterschiedlichen Tageszeiten zwischen 40 und 450 Personen festgestellt. Viele von ihnen badeten an der Nidda-Landzunge im Fluss. Neben einfachen Picknick- und Liegeplätzen waren Pavillons, Tische, Bänke und Sonnenliegen aufgebaut. Insgesamt 16 Fahrzeuge wurden parkend im Landschaftsschutzgebiet vorgefunden und mit Ordnungswidrigkeitenanzeigen belegt.

Die Besucher wurden durch Einzelansprachen und mittels Lautsprecherdurchsagen darauf hingewiesen, dass sie sich in einem Landschaftsschutzgebiet befinden und das Betreten des Gewässers ein ordnungswidriges Verhalten darstellt. Sie wurden ferner dazu aufgefordert, die Uferbereiche und die angrenzenden Wiesen unverzüglich zu verlassen. Dem wurde in allen Fällen nachgekommen.

In Gesprächen mit den Besuchern beschwerten sich viele darüber, dass es vor Ort keine Beschilderung oder Hinweise über die Verbote in der Landschaftsschutzzone gibt. Dies konnte durch die Stadtpolizei bestätigt werden. Wegen der Einsichtigkeit der Besucher wurden auf Ordnungswidrigkeitenanzeigen verzichtet. Vermüllung musste teilweise festgestellt werden, wobei alle Besucher angewiesen wurden, ihren Müll mitzunehmen. Bei einer Kontrolle am Sonntag wurden massive Müllablagerungen festgestellt, die wohl aus der Nacht vom Samstag auf Sonntag stammen.

Sicherheitsdezernent Markus Frank sagt zur Lage an der Nidda: „Bei den hochsommerlichen Temperaturen der letzten Tage ist es selbstverständlich, dass die Menschen Abkühlung suchen. Aber bitte nicht im Landschaftsschutzgebiet. Frankfurt am Main hat schöne Schwimmbäder und auch in Grünanlagen ruhige und schattige Plätze zu bieten. Natürlich freue ich mich, wenn Landschaftsschutzgebiete gut angenommen werden, aber bitte im Rahmen des Zulässigen.“

Das Landschaftsschutzgebiet am Strandbad Höchst ist ein Schutzgebiet der Zone II. Hier sind bis auf das Nutzen der Wege zu Fuß oder mit dem Rad oder das Verweilen auf Bänken nahezu alle Aktivtäten unzulässig. Weder offenes Feuer noch Lärm, das Befahren mit Kraftfahrzeugen oder das Baden im Fluss darf hier stattfinden. Vermüllung ist hier, wie überall im Stadtbiet auch, ebenfalls nicht statthaft.

Eintracht Frankfurt und Stadt Frankfurt unterzeichnen langfristigen Mietvertrag

(ffm) Die Stadt Frankfurt und die Eintracht Frankfurt Fußball haben am Dienstag, 30. Juni, ihre Unterschriften unter einen gewerblichen Mietvertrag zur Nutzung des Stadions und des dazugehörenden Areals gesetzt. Dieser normiert, worauf sich beide Seiten bereits Ende des letzten Jahres bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung verständigt hatten. Dem Vertragswerk haben sowohl der Aufsichtsrat der Sport Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen (kurz: SSF) – einer 100%igen Tochter der Stadt Frankfurt am Main – als auch der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball einstimmig zugestimmt. Dem Abschluss des Vertrages gingen intensive Verhandlungsrunden zwischen Vertretern der Stadt und Eintracht Frankfurt voraus.

Ab Mittwoch, 1. Juli, wird Eintracht Frankfurt damit für die Dauer der nächsten 15 Jahre Hauptmieter der Arena, die zukünftig den Namen „Deutsche Bank Park“ trägt und die bis zum Beginn der Saison 2023/24 auf eine Gesamtkapazität von rund 60.000 Plätzen ausgebaut wird.

„Die harten, aber immer konstruktiven Verhandlungen mit der Stadt sind natürlich durch die pandemischen Entwicklungen der letzten Monate beeinflusst worden. Wir haben jetzt eine für beide Seiten tragfähige Lösung gefunden, die den komplexen Auswirkungen einer solchen Ausnahmekrise jetzt und für die Zukunft Rechnung trägt“, sagt Vorstandsmitglied Axel Hellmann. „Für Eintracht Frankfurt ist die Einigung mit der Stadt ein essentieller Baustein für eine weitere eigenständige Entwicklungs- und Handlungsfähigkeit.“

„In wirklich intensiven Gesprächen ist es gelungen, ein gutes Fundament für die künftige Zusammenarbeit der städtischen Sportpark Stadion GmbH mit Eintracht Frankfurt zu schaffen. Gerade der vertrauensvolle Umgang in den – natürlich auch durch die Krise geprägten – vergangenen Monaten lässt uns positiv in die Zukunft blicken und gibt uns Planungssicherheit für die nächsten 15 Jahre“, sagt Stadtrat Markus Frank, der als Aufsichtsratsvorsitzender die Verhandlungen maßgeblich geführt hat. Er dankt auch Stadtrat Claus Möbius und dem Stadtverordneten Jan Klingelhöfer, durch deren verlässliches Mitwirken in der städtischen Verhandlungskommission, dieses Ergebnis erreicht werden konnte.

Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker ergänzt: „Das Stadion der Stadt Frankfurt ist für viele Frankfurterinnen und Frankfurter wie ein zweites Wohnzimmer und ein Ort großer Emotionen. Mit der Vertragsunterzeichnung fällt der Startschuss für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Zukunft. Fußballfans, aber auch Konzertbesucherinnen und -besucher werden hier hoffentlich sehr bald schon wieder gemeinsam jubeln und feiern können.“

Umgesetzt wird der Vertrag durch die eigens gegründete Eintracht Frankfurt Stadion, eine Tochtergesellschaft der Eintracht Frankfurt Fußball, deren Geschäftsführer Julien Zamberk und Patrik Meyer ab 1. Juli das Stadion gemeinsam mit der städtischen Besitzgesellschaft nutzen werden.

Stadtauswärtige Vollsperrung der A648

(ffm) Wegen dringenden Bauarbeiten durch Hessen Mobil muss die Brücke auf der A648 in Höhe Katharinenkreisel, in Fahrtrichtung Wiesbaden am Samstag, 4. Juli, von 6 Uhr bis 10 Uhr voll gesperrt werden. Hessen Mobil leitet den Verkehr über Theodor-Heuss-Allee, den unter der Brücke liegenden Katharinenkreisel und hinter der Brücke auf die A648, um.

Weitere aktuelle Verkehrsinformationen finden sich unter http://www.mainziel.de im Internet.

FES gibt Mehrwertsteuersenkung an Kunden weiter

(ffm) Die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH gibt die ab Mittwoch, 1. Juli, geltende Mehrwertsteuersenkung an ihre Kunden weiter. Das bedeutet, dass an allen Kassen – etwa am Wertstoffhof Nord, im FES-Service-Center oder bei der Rhein-Main-Biokompostanlage – die steuerpflichtigen Waren und Dienstleistungen bis zum Jahresende 2020 günstiger werden.

Ein Sack mit 40 Litern Reterra-Pflanzerde beispielsweise kostet dann statt bisher 6,99 Euro nur noch 6,81 Euro, für einen Kofferraum mit Bauschutt-Abfällen werden statt 35 Euro nur noch 33,95 Euro in Rechnung gestellt.

Ausgenommen von der Mehrwertsteuersenkung sind der Pfandbetrag von 3 Euro für den Mainbecher sowie der Preis in Höhe von 2 Euro für dessen Deckel.

Die Gebühren für Straßenreinigung und Abfallentsorgung werden durch die Stadt Frankfurt festgelegt. Hierauf hat FES keinen Einfluss. Dies gilt auch für die gebührenpflichtigen Abfallsäcke für Beimengen in Höhe von 3 Euro.

Da die Anpassung der Mehrwertsteuer nur für einen befristeten Zeitraum gilt, werden gedruckte Preislisten aus Kostengründen nicht aktualisiert. An den Kassen werden jedoch ab Juli die Preise mit 16 Prozent Mehrwertsteuer ausgewiesen und abgerechnet.

Feuerwehr und Rettungsdienst: Gut aufgestellt durch Frankfurter Strategie

(ffm) Die im Jahr 2015 im „Schutz- und Planungsziel Sonderbedarf im Rettungsdienst“ definierte Ausstattung der Feuerwehr-Fahrzeuge mit Personal und Ausrüstung erweist sich auch in Corona-Zeiten als wertvoll: Selbst wenn es im Rettungsdienst zu Personalausfallen käme, hätte die Branddirektion Möglichkeiten in der Hand, um die rettungsdienstliche Versorgung länger sicherstellen zu können.

Es ist in Frankfurt am Main seit Jahrzehnten gängige Praxis: Auf jedem Hilfeleistungsfahrzeug (HLF) – dem Standard-Fahrzeug für Einsätze der Feuerwehr – sind routinierte medizinisch ausgebildete Kräfte und umfangreiche Notfall-Ausrüstung an Bord. Die Besatzung kann chirurgische und internistische Notfälle versorgen und damit im Grunde alles, was ein Rettungswagen (RTW) kann – abgesehen vom Transport. Wie immer geht es auch bei dieser Strategie darum, möglichst schnell vor Ort zu sein und optimal helfen zu können. Bei Herzinfarkten etwa oder schwersten Verletzungen ist das Überleben extrem abhängig vom Faktor Zeit.

Per Ausbildung ist jeder Feuerwehrmann auch Rettungssanitäter. Zusätzlich hat Frankfurt auch standardmäßig noch mindestens einen Notfallsanitäter sowie Rettungsassistenten dabei, außerdem neben dem Notfall- und Beatmungsrucksack auch ein EKG mit Defibrillator. All das würde noch nicht viel bringen, wenn es nicht regelmäßig angewendet würde. Aber dank der Rotation zwischen klassischem Feuerwehrdienst und dem Rettungsdienst der Feuerwehr sind die Einsatzkräfte routiniert in der Praxis. „Wer heute Dienst auf dem RTW macht, kann morgen genauso schnell die Erstversorgung eines Verletzten übernehmen, wenn bei einem Unfall das HLF als erstes vor Ort ist“, erklärt Uli Both, Leiter der Einsatz-Abteilung bei der Feuerwehr Frankfurt.

Die Branddirektion nimmt innerhalb der Stadt die Aufgaben des Rettungsdienstträgers nach dem Hessischen Rettungsdienstgesetz (HRDG) wahr. Als Leistungserbringer nimmt die Berufsfeuerwehr aber auch selbst am Rettungsdienst teil. Weitere Partner sind die Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst und der Rettungsdienst der Fraport. Über die Zentrale Leitstelle, in der alle Notrufe eingehen, koordiniert die Feuerwehr die Rettungsdiensteinsätze in Frankfurt – im Schnitt etwa 400 am Tag. Alle Beteiligten übernehmen eine wichtige Rolle, die Zusammenarbeit ist eingespielt.

Das Konzept „Schutz- und Planungsziel Sonderbedarf im Rettungsdienst“ beschreibt unter anderem den erhöhten Bedarf an Einsatzkräften bei Großschadenslagen mit einer Vielzahl von Verletzten. Dies erweist sich auch in der jetzigen Situation als sehr vorteilhaft. „Sollten durch eine Krankheitswelle Kapazitäten wegfallen, kann die Feuerwehr Frankfurt am Main durch diese Strukturen die Lücke weitestgehend schließen“, betont Sicherheitsdezernent Markus Frank und stellt zufrieden fest: „Die Branddirektion hat dadurch genügend erfahrenes Rettungsdienstpersonal und kann so auch in Zeiten von Corona gewährleisten, dass allen Frankfurterinnen und Frankfurtern in Not schnell und professionell geholfen werden kann.“

Das Sachgebiet Rettungsdienstträger innerhalb der Branddirektion erfasst seit Beginn der Corona-Krise die Personalausfälle bei allen Leistungserbringern im Rettungsdienst und bestätigt, dass es bisher noch zu keinen nennenswerten Ausfällen gekommen ist. Mögliche Szenarien durchzugehen und entsprechend vorbereitet zu sein, gehört aber auch zu dem, was die Branddirektion in einer Lage wie der jetzigen tut. Und da ist es beruhigend zu wissen, dass der Rettungsdienst in Frankfurt, auch wenn es zu einer größeren zweiten Welle mit Corona-Infektionen kommen sollte, auch dank des Schutz- und Planungsziels „Sonderbedarf im Rettungsdienst“ bestens aufgestellt ist.

Stadtrat Oesterling lädt zu einer Informationsveranstaltung zum Abschluss der vorgezogenen Bürgerbeteiligung ein

Naturnaher Umbau des Sossenheimer Wehrs nimmt Gestalt an(kus) Nach dem erfolgreichen naturnahen Umbau des Höchster Wehrs hat jetzt das Sossenheimer Wehr als nächstes oberhalb gelegenes Nidda-Wehr größte Priorität. Durch den Umbau soll die Nidda wieder zu einem naturnahen Fluss werden.
Die heutigen Wehre verhindern die Wanderung von Fischen und anderen Wasserlebewesen gegen die Fließrichtung. Ähnlich wie beim Höchster Wehr soll auch das Sossenheimer Wehr zurückgebaut werden. Ein langgezogenes Wehr mit fester Schwelle und eine Sohlrampe sollen den Grill´schen Altarm wieder offen an die Nidda anbinden und so das Flusssystem für Fische passierbar gestalten.
Durch den Umbau ergeben sich viele Fragen zu den Auswirkungen des Projekts zum Beispiel auf die Hochwassersicherheit, die Grundwasserverhältnisse, die Wegeverbindungen oder die naturräumliche Entwicklung. Die Stadtentwässerung Frankfurt hat daher im ersten Halbjahr 2015 eine vorgezogene Bürgerbeteiligung mit einer Planungswerkstatt durchgeführt. In einem regen Diskussionsprozess zwischen Bürgern, Vereinen und Verbänden, den Planungsbüros und Vertretern der Stadtentwässerung wurden zahlreiche Ideen und Anregungen für die weitere Planung entwickelt.
Die Stadtentwässerung beabsichtigt nun die Genehmigung des Projekts zu beantragen. Wie im Rahmen der Planungswerkstatt vereinbart, findet vor dem Einreichen des Genehmigungsantrags eine am 2. Februar um 17 Uhr eine Informationsveranstaltung statt, in der die aktuelle Planung vorgestellt wird. Veranstaltungsort ist die Saalbau Griesheim, Clubraum 2, Schwarzerlenweg 57

Kontinuität bei der Frankfurter Berufsfeuerwehr

Langjähriger Leiter der Branddirektion Reinhard Ries tritt erst im nächsten Jahr in den Ruhestand

(kus) „Die Weiterbeschäftigung von Diplomingenieur Reinhard Ries über seine Altersgrenze hinaus bis zum März 2018 liegt im hohen Interesse der Stadt Frankfurt“, sagte der Feuerwehrdezernent, Stadtrat Markus Frank, anlässlich der Beschlussfassung im Magistrat. „Mit diesem Beschluss setzen wir angesichts der großen Herausforderungen an die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr in unserer Metropole auf Kontinuität.“

Ries steht seit 24 Jahren an der Spitze der Frankfurter Feuerwehr und leitet mit großer Kompetenz und persönlichem Engagement die Branddirektion unserer Stadt. Nur 22 Tage blieben nach seinem Dienstantritt im Februar 1993 dem studierten Architekten und Branddirektor für die Einarbeitung bis zum ersten Großeinsatz, der die Bevölkerung, die Politik und Feuerwehr noch lange beschäftigte. Bei dem damaligen Chemieunfall am Rosenmontag in den Frankfurter Hoechst-Werken waren zehn Tonnen Ortho-Nitroanisol ausgetreten und über Schwanheim und Goldstein als „gelber Regen“ nieder gegangen. Er meisterte die seinerzeitige kritische Situation gemeinsam mit den Einsatzkräften souverän und konnte Schlimmeres abwenden.

Der Feuerwehrchef verlieh der Frankfurter Feuerwehr seine eigene unverkennbare Handschrift. Er reformierte die Frankfurter Feuerwehr in ihrer inneren Organisationstruktur und unterteilte streng nach Gefahrenabwehr und Infrastruktur. Aus einsatztaktischen Gründen lag sein besonderes Augenmerk auf der Zusammensetzung der Staffelbesatzungen. Unter Reinhard Ries wurde die Neuausrichtung der Einsatztaktik und die damit verbundene dezentrale Neugliederung der Berufsfeuerwehr Frankfurt – weg von dem bisherigen Löschzug, hin zu einem sogenannten Staffelkonzept – auf den Weg gebracht. Der Wechsel von sieben auf zwölf Standorte hat die Zugriffszeit der ersten Einheit erheblich verkürzt und maßgeblich dazu beigetragen, Menschenleben zu retten und Gesundheit und Sachwerte zu schützen. Folgerichtig wurde unter seiner Leitung auch die Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum – Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH (BKRZ GmbH) gegründet, um nach effizienten und wirtschaftlichen Methoden die Standorte der Feuer- und Rettungswachen zu erneuern.

Er setzte sich ganz besonders auch für die Stärkung des Ehrenamtes bei den Freiwilligen Feuerwehren und den Hilfsorganisationen als unverzichtbare Sondereinheiten des Katstrophenschutzes ein. Professor Ries ist ein international gefragter Experte sowohl als Dozent, als auch durch Vorsitz und Mitarbeit in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und Fachverbänden des Brand- und Katastrophenschutzes und der Gefahrenabwehr.

„Ich bin mir sicher, dass Reinhard Ries die gegenwärtigen Herausforderungen und entscheidenden Weichenstellungen für die Zukunft der Frankfurter Branddirektion, insbesondere bei der derzeitigen Umstellung von Analog- auf Digitalfunk, die weitreichende Konsequenzen für die Organisation, Ausstattung und Arbeitsweise unserer Zentralen Leitstelle hat, mit seinem Wissens- und Erfahrungsschatz hervorragend meistern wird. Am Ende seiner Dienstzeitverlängerung wird er ein gut bestelltes Haus übergeben. Der Frankfurter Bevölkerung wird mit der ausgezeichnet aufgestellten Frankfurter Feuerwehr ein existenzielles Stück Sicherheit verliehen und erhalten bleiben“, konstatierte der Feuerwehrdezernent und beglückwünschte seinen Feuerwehrchef zu dessen Dienstzeitverlängerung.

Feuerwehr bekommt neue Schutzhelme

(kus) Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind bei ihren Einsätzen den unterschiedlichsten Gefahren ausgesetzt. Neben den Gefahren durch Flammen und Wärmestrahlung können sie durch herabfallende Teile oder andere mechanische Kräfte verletzt werden. Ebenso ist es erforderlich, sie vor Gefahren im Verkehrsraum zu schützen. Neben der Ausstattung Schutzschuhwerk und Handschuhe, tragen sie spezielle Hosen und Jacken, die sie vor Stichflammen, Wärmestrahlung und Wasserdampf schützen. Die Schutzkleidung ist ein vollständig abgestimmtes System, welches die Einsatzkräfte vor den zu erwartenden Gefahren größtmöglich schützen muss.


Den aktuell eingesetzten Schutzhelm tragen die Frankfurter Feuerwehrleute in seiner Form seit den 1960er Jahren. Dieser hat nun ausgedient.

Genau 1963 neue Schutzhelme erhalten die Frauen und Männer der Frankfurter Feuerwehr in den nächsten Wochen. Stadtrat Markus Frank, Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr, gibt den Startschuss für die Auslieferung an die Berufsfeuerwehr sowie an die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt.

Vogelgrippeerreger H5N8 in Frankfurt nachgewiesen

Tote Kanadagans in Sossenheim positiv getestet

(kus) Das Friedrich-Löffler-Institut hat gestern Abend den ersten Befund des Landeslabors in Gießen bestätigt, wonach eine am Wochenende in Frankfurt aufgefundene Kanadagans an dem hoch ansteckenden Virus H5N8 erkrankt war. Damit sind mittlerweile zwei Fälle des Virus‘ in Hessen bestätigt.

Im Umkreis des Fundorts der infizierten Kanadagans in Frankfurt-Sossenheim befinden sich zwei Kleinstbetriebe mit geringen Beständen an Geflügel. Die Tiere dort wurden klinisch untersucht und der amtstierärztlichen Überwachung unterstellt. Die Proben waren alle negativ. Der Fundort befindet sich in einem Wohngebiet ohne größere Wasserflächen, sodass nicht mit Zugvögeln zu rechnen ist. Die Tiere in den beiden Betrieben werden in zwei Wochen erneut untersucht. Die eingehende Risikobewertung durch das Umweltministerium und die örtliche Veterinärbehörde der Stadt Frankfurt hat ergeben, dass keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Geflügelhalter stehen weiterhin landesweit in der Pflicht zur Aufstallung ihrer Geflügelbestände, und die örtlichen Veterinärbehörden sind aufgefordert, die Umsetzung der Stallpflicht sicher zu stellen. Zudem gelten seit Wochenbeginn strengere Biosicherheitsmaßnahmen auch für Geflügelbestände kleiner als 1.000 Tiere. Um die Ausbreitung des Virus zu kontrollieren, ist die Einhaltung aller behördlichen Vorgaben von größter Bedeutung.

Weitere Informationen zum Thema Vogelgrippe H5N8 und ein Merkblatt für Geflügelhalter findet sich unter
https://umweltministerium.hessen.de/verbraucher/tiergesundheit-tierseuchen/tierkrankheiten-tierseuchen/aviaere-influenza-gefluegelpest

Meerforellen kehren zurück, Niddawehre werden abgesenkt, um Fischen den Auf- und Abstieg zu erleichtern

(pia) In der Nidda wurden vor einigen Jahren Meerforellen ausgesetzt, die nun in den nächsten Jahren wieder zurückkehren werden. Im Frühjahr und Herbst sollen die Niddawehre gelegt werden, um den Fischen aus dem Main den Aufstieg und den Fischen aus der Nidda den Abstieg zu ermöglichen. Die Konzeption des Projektes stammt von Jörg Schneider, Bürogemeinschaft für Fisch- und Gewässerökologie Frankfurt, der es zusammen mit Egbert Korte betreut. Die Stadtentwässerung Frankfurt unterstützt das Projekt und hat zugesagt, in den potenziellen Wanderungszeiten der Meerforelle die Niddawehre wechselweise kurzfristig abzusenken. Im Frühjahr erfolgen die Laichwanderung sowie die Abwanderung der Meerforellensmolts, wogegen im Herbst die Meerforelle wieder aufwärts wandert. 
Die Absenkung im Frühjahr kommt aber auch den Fischarten Barbe, Nase und anderen Cypriniden zu Gute.

Zurzeit ist geplant, die Wehre vom 17. Oktober bis 8. Dezember abzusenken. In diesem Zeitraum soll jeweils ein Wehr immer montags für zwei Tage sukzessive abgesenkt werden, etwa zwei bis drei Tage in abgesenktem Zustand verbleiben und am Freitag wieder angestaut werden, insgesamt werden es so etwa fünf Tage pro Wehr sein. Das Sossenheimer Wehr macht den Anfang, anschließend soll der Vorgang bei dem nächsten Wehr stromaufwärts wiederholt werden, wobei das Rödelheimer Wehr wegen der bereits hergestellten Durchgängigkeit ausgespart bleibt. In dem Zeitraum von zwei Monaten sind zwei Durchgänge möglich, somit wird jedes Wehr maximal zweimal abgesenkt.
Die Einzelheiten des Vorschlags wurden mit den örtlichen Angelvereinen, dem Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt, und der Unteren Naturschutzbehörde beim Umweltamt Frankfurt abgestimmt. Die Stadtentwässerung wird zusammen mit den örtlichen Angelvereinen sicherstellen, dass eine schädliche Wasserabsenkung an den Altarmen oder am Flugplatz Bonames zukünftig nicht mehr eintritt. Gegebenenfalls müssen bei negativen Auswirkungen die Absenkungszeitpunkte angepasst werden. Es wurde eine verbleibende Wasserspiegeldifferenz an jedem Wehr von 30 Zentimetern festgelegt, sodass auch die kleineren Fischarten in der Nidda mit geringeren Sprunghöhen den Wehrabsturz überwinden können. 
Jörg Schneider wird während des Absenkungszeitraums den Erfolg der Maßnahme kontrollieren, so dass die weitere Vorgehensweise optimiert werden kann.
Die Termine der Wehrabsenkung im Jahr 2017 werden vor Beginn der zeitweiligen Absenkung rechtzeitig mitgeteilt.